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Ein reizvoller Streifzug durch die nähere Umgebung Kipfenbergs
Blick vom Michelsberg auf Kipfenberg
Wissenswertes zum Weg Auf seinen Wegen durch das Altmühltal erwarten den Wanderer viele reizvolle Ausblicke. Die beiden ganz nah beieinander liegenden Tiefblicke bei Kipfenberg jedoch - der eine von der Burg Arnsberg, der andere vom Michelsberg - gehören zu den allerschönsten im gesamten Naturpark. Der Rundweg dorthin geizt auch sonst nicht mit landschaftlichen Reizen. Die Wanderung auf dem „Plazettasteig“ und „Husarensteig“, zwei romantischen Wegen am Hang des Birktales zum tiefen Trichter der Arndthöhle, der Weiterweg über die aussichtsreiche Hochfläche zur Burg Arnsberg und durch den herbstlichen Mischwald zum Michelsberg und nicht zuletzt der Abstieg auf dem östlichen Michelsbergsteig steil hinunter ins Birktal sind für jeden Wanderer gerade jetzt in der Zeit der herbstlichen Laubfärbung ein Hochgenuss. Der Michelsberg, eine Bergzunge, die nach drei Seiten steil abfällt, bot sich als Fliehburg in unruhigen Zeiten geradezu an. Wälle und Gräben, im Gelände noch deutlich sichtbar, sicherten ihn zur Bergseite hin ab. Errichtet wurden sie wohl von den Kelten, die um 450 vor Christus hier siedelten. Zur Zeit der Ungarneinfälle im frühen 10. Jahrhundert wurde die vorhandene Befestigung ausgebaut. Aus einer Urkunde von 908 kann man schließen, dass der ostfränkische König Ludwig dem Eichstätter Bischof Erchambold die Verstärkung der vorhandenen Wälle gestattete. Freigelegte Fundamente beweisen, dass im 11. und 12. Jahrhundert weitere Befestigungsanlagen errichtet wurden. Ebenfalls im Mittelalter, aber nicht genauer datierbar, entstand an der Spitze des Bergsporns die St. Michaelskapelle. Erst 1602 ist sie schriftlich bezeugt. Auch ihre Grundmauern wurden freigelegt. Die Besitzer der Burg Arnsberg waren Edelfreie von Erlingshofen, die sich zwischen 1156 und 1265 auch Herren von Arnsberg nannten. Ab etwa 1300 gehörte sie den Herzögen von Bayern, die sie meist an Adelige verpfändeten. 1473 erwarb sie der Bischof von Eichstätt, und von da an blieb sie bis zur Säkularisation im Besitz der Fürstbischöfe. Diese gestalteten die Burg im 17. Jahrhundert zu ihrem Jagd- und Sommerschloss um, bauten dann aber im 18. Jahrhundert Schloss Hirschberg zur repräsentativeren Sommerresidenz aus. Damit begann der Niedergang von Arnsberg. 1763 trug man zur Gewinnung von Baumaterial für Hirschberg den Bergfried ab, 1764 brachte man „alles Brauchbare“ dorthin. Weitere Mauern entfernte man im 19. und 20. Jahrhundert wegen Absturzgefahr. 1972 wurde die einstige Burg zum Hotel umgebaut. Das benachbarte Naturschutzgebiet "Arnsberger Leite", ein Steilabfall mit Felsen, die wie Finger aus der Steppenheide ragen, ist einer der landschaftlich schönsten Prallhänge des Altmühltals und zugleich eines der botanisch wertvollsten Gebiete in der ganzen Altmühlalb Ein bemerkenswertes Naturdenkmal ist die Arndthöhle, deren Schlund lochartig schräg in die Tiefe führt. Eine gesicherte Treppe mit 80 Stufen erschließt den 30 m tiefen Höhlenraum. Ihren Boden bedeckten zahlreiche Tierknochen; sie war aber für die Tiere wohl weniger eine Zufluchtsstätte als eine Todesfalle. Tonscherben aus der Hallstattzeit und mittelalterliche Keramikreste, die man fand, sprechen dafür, dass die Höhle auch immer wieder dem Menschen als Aufenthaltsort diente. Heute ist sie Überwinterungsplatz für seltene, in ihrem Bestand zum Teil stark gefährdete Feldermausarten und darf im Winter nicht betreten werden.
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