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Wanderung von Lauterhofen über den Dietrichstein
Kirche in Trautmannshofen
Wissenswertes zum Weg Weit grüßt die in schlichten Bauformen errichtete Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Namen in Trautmannshofen mit ihrem hohen Schiff und dem frühgotischen Turm in die bergige Landschaft des Oberpfälzer Jura und überragt auch die umliegenden Häuser des Dorfes - eine Kirche, die für den kleinen Ort eigentlich zu groß geraten scheint. Sonst aber deutet äußerlich nichts darauf hin, dass sie eine der schönsten Kirchen und dass die Wallfahrt hierher eine der ältesten der Oberpfalz ist und eine Zeitlang auch zu ihren bedeutendsten zählte. „Die unversehrte Mutter“ heißt das Gnadenbild auf dem vorderen rechten Seitenaltar, ein Name, der zurück geht auf eine Legende: Danach hatte 1433 Trautmannshofen schwer unter den Hussiten zu leiden. Sie zogen sengend und mordend durch die Orte des ostbayerischen Grenzlandes und machten auch vor den Altären, Bildern und Heiligenstatuen in den Gotteshäusern nicht Halt. Dreimal – so die Legende - warfen sie die Marienfigur im schon 1382 bezeugten Trautmannshofer Kirchlein ins Feuer, jedes Mal aber kehrte sie unversehrt auf ihren Platz auf dem Altar zurück. Dieses Wunder gilt als der unmittelbare Anlass für die Marienwallfahrt. Obwohl die Kirche 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg in Brand gesteckt worden war, bestand die Wallfahrt noch über die Einführung der Reformation in der Mitte des 16. Jahrhunderts hinaus, und auch das alte Marienbild blieb erhalten. Nach der Rückkehr zum katholischen Bekenntnis 1626 setzte die Wallfahrt erneut ein, und so begann man 1655 mit dem Bau einer neuen Kirche als Dankeskirche des bayerischen Kurfürsten an die Muttergottes für die Rückkehr zum katholischen Bekenntnis. Aber schon 1686 wurde der Rohbau wieder abgebrochen und nach einem Plan von Leonhard Dientzenhofer neu errichtet – das bekannte Werk dieses Künstlers aus der Familie der bedeutenden Barockbaumeister. 1691 wurde es eingeweiht Der Baumeister und die besten Künstler der Oberpfalz schufen mit diesem Gotteshaus ein sakrales Kunstwerk von überregionalem Rang Obwohl ihre Ausstattung erst nach und nach entstand, ein Großteil erst um 1760, wirkt diese ungewöhnlich einheitlich und steht in deutlichem Kontrast zum schlichten Äußeren. Von hoher Qualität sind neben dem gewaltigen Hochaltar, den sechs Seitenaltären und der eleganten Rokokokanzel auch die Deckengemälde von Johann Michael Wild aus Amberg mit einem marianischen Bildprogramm - alles zusammen ein „vielstimmiges Loblied auf Maria“, wie Heribert Batz im Kirchenführer schreibt. Damit ist die Trautmannshofener Kirche eine besonders kostbare Perle in der Kette der Marienwallfahrtskirchen der Oberpfalz. Die Wallfahrt nahm freilich ab 1800 immer mehr ab. Heute pilgern nur mehr die Pfarreien Allersberg und Kirchehrenbach (Bistum Bamberg) jährlich nach Trautmannshofen. Immer am Sonntag nach Mariä Namen ((. September) führt die Trautmannshofener Kirchweih zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung in den Ort. Die Wanderung von Lauterhofen zur „Unversehrten Madonna“ führt über den Dietrichstein. Auf seinem eindrucksvollen, 622 m hohen Gipfelfelsen stand einst die Stammburg des Geschlechts der Schweppermann, an die aber nur noch die Geländeform und eine Aushöhlung erinnern. Ulrich Schweppermann war im 15. Jahrhundert Vogt der Propstei Litzlohe und gilt als Wohltäter der Kirchen ihn Litzlohe und Trautmannshofen.
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