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Rund um den höchsten Berg der Alb
Rundwanderung durchs "Birgland"
im Oberpfälzer Teil der Fränkischen Alb und das Alfelder Tal

Die Martin-Luther-Kirche von Poppberg,
die höchstgelegene Kirche im Bereich des Bistums
Eichstätt
Informationen
Ausgangspunkt
Regelsmühle an der Straße Lauterhofen – Hersbruck,
ca. 3 km nördlich von Alfeld. Anfahrt auch über die A 63
Nürnberg – Amberg, Ausfahrt Alfeld.
Weg: Länge ca. 15 km.
Anstiege: Kirchthalmühle – Alfeld ca.100 m, Alfeld –
Ruine Poppberg ca. 170 m. Feld-, Waldwege und Steige.
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Weg:
Ab Regelsmühle Gelbpunkt: Aufwärts in Richtung Kursberg.
In der Kehre rechts aufwärts in den Wald und später
zusammen mit Markierung PP abwärts nach Alfeld bis zur
Kirche. Von dort auf der Hersbrucker zurück und nach 150
m auf Treppenstufen hinauf zum Kriegerdenkmal. Auf den
Treppen wieder abwärts, am Haus Nr. 8 rechts aufwärts.
An der Straßenkreuzung rechts, nach 30 m
(Landkreisgrenze) mit Blaustrich links aufwärts. Er
führt, bald durch Wald, bis zum Fuß des Poppbergs an der
Einmündung von Gelbkreuz. Dort rechts ohne Markierung
hinauf zur Ruine, wieder zurück und weiter nach
Poppberg. – Rückweg mit Gelbkreuz: Ein Stück zurück zum
Poppberg und an der Wegteilung geradeaus weiter. Achtung
am Beginn eines Pflasterweges: Hier gerade aus nach
Eckeltshof, links durch den Ort, dann rechts abwärts ins
Tal zur Kirchthalmühle und weiter zum P.
Gasthäuser sind in Alfeld
und Poppberg. Auch die Gaststätte der Kirchthalmühle,
die wegen Renovierung für längere Zeit geschlossen war,
ist seit Juni 2010 wieder geöffnet. Die Kirche in Alfeld ist
tagsüber geöffnet. |

Alfeld mit der imposanten Bartholomäuskirche
Wissenswertes zum Weg
Die am höchsten
gelegene Kirche auf dem Gebiet des Bistums Eichstätt, die
Martin-Luther-Kirche von Poppberg, steht genau auf der Europäischen
Hauptwasserscheide. Das Regenwasser von der südlichen Dachhälfte
fließt zur Donau, das der nördlichen strebt dem Rhein zu. 1949/50
wurde sie erbaut und ist damit die erste Kirche, die nach dem
Zweiten Weltkrieg in Bayern errichtet wurde.
„Birgland“ nennt sich die hoch
gelegene, ausgedehnte Gemeinde im Oberpfälzer Teil des Fränkischen
Jura unweit der Grenze zu Mittelfranken. In ihrem Wappen spiegelt
sich ihre Geschichte: Fünf grüne Berge stehen für „Birgland“
(Bergland), eine Landschaftsbezeichnung, die man bei der
Gebietsreform als Gemeindenamen wählte. Sie charakterisiert die
Landschaft: ein hoch gelegenes, waldreiches und an vielen Stellen
sehr aussichtsreiches Bergland. Die Fünfzahl der Berge steht für die
ehemals selbständigen Gemeinden, die sich 1972 zusammenschlossen.
Eckeltshof, Frechetsfeld,
Fürnried, Poppberg und Schwend. Eine sechste, Sunzendorf, kam 1978
dazu. Zwei silberne heraldische Lilien im Wappen erinnern an die
ehemaligen Herren, die Grafen von Sulzbach. Die Zinnenmauer auf dem
Fünfberg steht für die Burgruinen Lichtenegg und Poppberg. Letztere
liegt an unserem Wanderweg und ist, romantisch im Wald verborgen,
mit ihren stattlichen Mauerresten ein Ziel, das einen kleinen Umweg
lohnt. Vermutlich um 1200 wurde die Burg erbaut, verfiel jedoch
schon nach dem Schwedenkrieg Der gleichnamige Berg, den sie krönt,
ist mit 653 m die höchste Erhebung der Fränkischen Alb..

Die Ruine Poppberg |

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Nur 5 Kilometer westlich liegt, bereits
in Mittelfranken, das tief eingeschnittene Tal des Alfelder Baches.
Vor allem um den Hauptort Alfeld ist es mit seinen Trockenhängen und
vielgestaltigen Felsformationen von großer landschaftlicher
Schönheit, die sich am besten vom Aussichtspunkt beim
Kriegerdenkmal erschließt. Auf den ersten Blick überraschend mutet
das Fest an, das die Alfelder heuer mit vielfältigen Aktionen
feiern: „200 Jahre Wiedervereinigung Alfeld“. Der Titel des
Festspieles „Der Grenzbach“ deutet an, worum es bei diesem Jubiläum
geht: Als 1505 das Fürstentum Pfalz-Neuburg gegründet wurde, teilte
man den bis dahin zum Herzogtum Bayern-München gehörenden Ort:
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Der Teil links des Baches kam zur Freien
Reichsstadt Nürnberg, der rechte zum neu gegründeten
Fürstentum. Erst 1806 wurden im Zug der politischen
Veränderungen in der Zeit Napoleons die beiden Ortsteile
im Königreich Bayern wieder vereinigt und dem
Oberpfälzer Landgericht Sulzbach zugeteilt. 1911 schloss
sich Alfeld dem Bezirk Mittelfranken an.
Den dominierenden
Mittelpunkt des Ortes bildet die schon 1072 geweihte
evangelische Kirche St. Bartholomäus. In der Reihe der
126 von Bischof Gundekar geweihten Kirchen ist sie an
107. Stelle aufgeführt. Um 1450 wurde ihrem romanischen
Chor zusätzlich ein gotischer vorgesetzt, 1707/08 wurden
das Langhaus mit einer Holztonne überwölbt und die
Emporen eingebaut. So entstand ein sehr stimmungsvoller
Raum: Auf das hohe Emporenlanghaus folgt torartig der
niedrige ehemalige Chor, der sich wiederum zum gotischen
Ostchor weitet. Besonders sehenswert sind die gotische
Figur des Kirchenpatrons, der Altar von 1680 in bewegten
barocken Formen und die Kanzel von 1663.
Unser
Weg führt abwechslungsreich von der Regelsmühle über die
Hochfläche nach Alfeld, hinauf zu Burg und Ort Poppberg
und durch ein stilles Tal mit wilden Felsformationen
zurück.Rechts: Gotische Figur des
Kirchenpatrons
St. Bartholomäus von Alfeld in der evangelischen Kirche
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