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Besinnlich durch sanftes Hügelland
Wissenswertes zum Weg
Die Worte des hl. Franziskus von Assisi auf dem Bildstock sprechen von Verzeihung, Versöhnung und Frieden: „Gepriesen seist Du, Gott, für jene, die aus Liebe verzeihen, die helfend Hände reichen und die barmherzig sind. Du krönst sie mit Sanftmut und Liebe“. Und weit schweift der Blick vom Kappelberg hinunter auf Windshofen und die anderen kleinen Siedlungen im Wiesethgrund: auf Westheim, Gindelbach, Gimpertshausen, die Elbleinsmühle und hinüber nach Weinberg. Die Ruhe und der Frieden über dieser idyllischen Landschaft waren es wohl, die den Auracher Bürgermeister Klaus Köhle anregten, hier den „Schöpfungsweg - Vom Altmühlgrund zum Wiesethgrund“ zu konzipieren. Dieser Besinnungsweg durch die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und Höhen, mit klaren Bächen und mit einer artenreichen Flora und Fauna ist versteht sich als meditatives Angebot, das den Menschen durch die Begegnung mit der Vielfalt der Schöpfung zur Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen seines Lebens anregen soll und ihm dadurch den Weg zu sich selbst und zum Schöpfer erschließen möchte. Symbolhaft weisen darauf die beiden gekreuzten Schlüssel hin, mit denen der Weg markiert ist. Entnommen ist der Schlüssel, das Attribut des hl. Petrus, dem Wappen der Gemeinde Aurach.
Leitthema auf diesem Besinnungsweg von Aurach nach Windshofen ist der Sonnengesang des hl. Franziskus. 10 Bildstöcke am Wegrand zitieren jeweils einen Vers dieses bis heute wohl unübertroffenen „Schöpfungsliedes“. Schüler und Lehrer der Auracher Johann-Anton-von-Zehmen-Schule haben jeden Vers mit einer Keramktafel illustriert. Zusätzliche Meditationstexte an einzelnen Stationen wollen dem Wanderer helfen, in allem Geschaffenen die Spur des Schöpfers zu entdecken – in Luft und Feuer, Wind und Wolken, Baum und Wurzel, Gras und Blume, Stein und Wasser, Berg und Tal.
Auch die sakralen Denkmäler am Weg – Kirchen, Kapellen, Wegkreuze - regen zur Meditation an. So symbolisiert an seinem Ausgangspunkt im Friedhof in Aurach ein Labyrinth den Lebensweg des Menschen, der selten eben und geradeaus verläuft, mit Umwegen verbunden ist und auf dem sich oft die Sinnfrage stellt. Schmiedeeiserne Ähren im Friedhofstor erinnern daran, dass der Mensch nur Frucht bringen kann, wenn er gleich dem Weizenkorn „in die Erde fällt und stirbt“.
Der Weg wurde im Rahmen der Lokalen Agenda 21 der Gemeinde Aurach errichtet und als LEADER+ Projekt vom Bayerischen Staat finanziell gefördert. Mit ihm verbindet sich auch eine ökologische Absicht: Die vielfältigen Erscheinungen der Natur am Weg sollen Anlass sein, über deren „Eigen-Sinn“ und ökologische Bedeutung nachzudenken. Damit will der Weg auch einen Beitrag zur Schärfung des Umweltbewusstseins leisten, und die Gedanken des hl. Franz von Assisi erweisen sich angesichts des verantwortungsbewussten Verhaltens, das weltweite ökologische Probleme heute von uns erfordern, als wegweisend und hochaktuell auch für unsere Zeit.
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