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Der Brückkanal, ein ein noch heute viel bestauntes Technikdenkmal
Wildromantische Schwarzachklamm
Wissenswertes
Früher zogen die Nürnberger an schönen Sommertagen in Scharen zu Fuß hinaus zum „Brückkanal“, heute deuten volle Parkplätze auf dessen Beliebtheit hin. Es liegt nicht allein am Biergarten, wohl einem der schönsten in der Umgebung von Nürnberg. Auch ein Bauwerk besonderer Art zog die Ausflügler an und fasziniert noch heute: Die gewaltige Brücke, mittels der der Ludwig-Donau-Main-Kanal über die Schlucht der Schwarzach geführt wurde - ein eindrucksvolles technisches Bauwerk mit 90 m Länge, 6,2 m Breite und 17 m Bogenhöhe, erbaut 1839-41. Gegensätzlicher kann eine Wanderung kaum sein als die vom Brückkanal durch die Schwarzachklamm nach Schwarzenbruck und am Ludwigskanal zurück. Hier der unberührte, natürliche Flusslauf: Tief hat sich die Schwarzach in den Sandstein eingeschnitten und glatte Felswände, Höhlen, Felsüberhänge, Felsentore geschaffen, sogar eine Höhle mit einer Quelle, die Karlshöhle. In der Gustav-Adolf-Höhle soll der Schwedenkönig 1632 nach einem siegreichen Gefecht einen Feldgottesdienst gefeiert haben. Ein romantischer Pfad führt den Fluss entlang, eine üppige Vegetation säumt die Ufer. Seit 1938 ist die Klamm Naturschutzgebiet.
Die Gustav-Adolf-Höhle
Im Gegensatz dazu steht der künstliche Kanal, erbaut 1836-46 unter König Ludwig I., der freilich als technische Meisterleistung der damaligen Zeit ebenfalls unsere Bewunderung hervorruft. In 100 Schleusen überwand er den Höhenunterschied von 80 m von der Donau auf den Scheitel des Fränkischen Jura und von 183 m hinunter nach Bamberg. An 9 dieser Schleusen führt uns der Weg vorbei. Ihre Tore hat der Zahn der Zeit zerstört, im Kanal wachsen Sumpfdotterblumen und Schlingpflanzen, das Wasser plätschert in kleinen Wasserfällen von einer Kanalstrecke zur anderen hinunter. So holt sich die Natur langsam zurück, was man ihr genommen hat. Das Bauwerk des 19. Jahrhunderts wurde im 20. zum Biotop und Kunstdenkmal, die Treidelwege zu Rad- und Wanderwegen. Auf steilem Fels über dem Fluss thront in Schwarzenbruck das malerische „Petzenschloss", 1562 von Sigmund Pfinzing im Renaissancestil als Wasserburg errichtet. Der Vorgängerbau dürfte die Urzelle des Ortes sein. Gegenüber erbaute der Bleistiftfabrikant Freiherr von Faber im 19. Jahrhundert ein zweites Schlösschen. Wenn auch eine Innenbesichtigung nicht möglich ist, ist doch die Anlage mit dem Schlosshof allemal einen Umweg wert, ebenso wie die beiden Kirchen, die sich an der Hauptstraße brüderlich gegenüberstehen.
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