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Rund um den Deininger Kreuzberg
Blick vom Kreuberg auf
Deining
Wissenswertes zum Weg
Die farbenkräftigen Deckenfresken, Altargemälde und Kreuzwegbilder des Kirchenmalers Georg Lang schmücken nicht wenige Kirchen im Umkreis von Neumarkt und auch weit darüber hinaus. Zu seinem 100. Todestag im Jahr 2000 hat die Gemeinde Deining ihrem wohl berühmtesten, 1840 geborenen Sohn mit einer in einen Brunnen integrierten Bronzebüste auf dem Rathausplatz ein würdiges Denkmal gesetzt. Eine aus diesem Anlass erstellte Broschüre würdigt seine fruchtbare künstlerische Tätigkeit, dokumentiert sein umfangreiches Werk und rückt es wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Langs im Stil der Nazarener gemalten Werke entsprangen dem Geist der Frömmigkeit der damaligen Zeit und verliehen ihr den entsprechenden künstlerischen Ausdruck: verklärte Darstellungen des Lebens Jesus in hellen, leuchtenden Farben und Gemälde von Heiligen mit frommen, ernsten Gesichtern, bekleidet mit langen Gewändern mit markantem, kontrastreichem Faltenwurf. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg waren diese damals als „kitschig“ betrachteten Bilder wenig geachtet und wurden gar weggeworfen oder übermalt; heute beginnt man allmählich umzudenken, erkennt ihren künstlerischen Wert und deutet ihre religiöse Aussage auf dem Hintergrund der Frömmigkeitsgeschichte.
Deining Der Ort Deining liegt, eingebettet in das Tal der Weißen Laber, landschaftlich außerordentlich reizvoll. In vielen Windungen durchfließt das Flüsschen das enge Tal. Immer wieder bedecken Moore und Sümpfe, kleine Auwälder, Seggenriede und Streuobstwiesen den Talboden. Zahlreiche Quellen, die am Hangfuß zutage treten und sich auf einer Wasser stauenden Schicht im Untergrund sammeln, sorgen dafür, dass diese ökologisch ungemein wertvollen Feuchtbiotope nicht austrocknen. Die Talflanken sind von prachtvollen Buchen-Mischwäldern und Trockenrasen bedeckt – alles in allem eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Schon um 600 besiedelt, zählt Deining zu den ältesten Orten im Neumarkter Umland. Erstmalig erwähnt ist es 1072, als Bischof Gundekar II. hier eine Kirche weihte. Das heutige Gotteshaus wurde1734 über alten Grundmauern neu errichtet, das benachbarte stattliche Schloss Ende des 17. Jahrhunderts. Unser Wanderweg führt auf dem „Bahnweg“, einem schönen Waldweg, von Deining zum Bahnhof Deining, dann hinunter in das von einer eindrucksvollen Eisenbahnbrücke überspannte Labertal. Hier liegt unweit der Labermühle mitten im Tal die Ulrichskapelle, „ein baugeschichtliches Juwel in schönster Natur“, wie es der Eintrag eines Besuchers im „Gästebuch“ zu Recht ausdrückt. Nach jahrelanger Verwahrlosung erstrahlt sie heute wieder in altem Glanz. Der Rückweg verläuft zunächst im Tal, ehe er hinaufführt nach Mittersthal und zuletzt auf dem aussichtsreichen Kreuzberg seinen landschaftlichen Höhepunkt erreicht. Sehr empfehlenswert ist ein abschließender Spaziergang auf dem interessanten „Biberweg“ entlang der Laber. |