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Ein etwas anderer Kreuzweg
Vorbei an
den Gungoldinger Kreuzwegkapellen über die Wacholderheide ins idyllische Schambachtal
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Kirche von
Schambach
Informationen
Gungolding liegt im
Altmühltal, 16 km östlich von Eichstätt
Parkplatz oberhalb der Kirche.
Weg: 12,5 km. Drei
Anstiege zu ca.100, 50 und 90 m. Gutes Schuhwerk
erforderlich!
Einkehrmöglichkeiten in
Gungolding, Arnsberg und Schambach.
Schlüssel zur Kirche in
Gungolding im Getränkemarkt, Holzweg 1, Tel. 08465/1488,
in Schambach im Haus neben der Kirche (Dennerlein, Tel.
08465/604) oder hinter der Kirche (Wagner, Tel.
08465/1438).
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Weg:
Bis Arnsberg Markierung „Panoramaweg“: Vom P oberhalb
der Kirche hinab in das kleine Tal, in ihm aufwärts,
oben rechts zur Wacholderheide und nah an ihrem oberen
Rand, später leicht fallend und durch Wald ostwärts. In
Arnsberg. nach der Brücke rechts, jetzt mit [16] =
Mühlenweg. Am Ortsende in Richtung Schambach, an der
Bushaltestelle rechts. Nach 100m Kapelle. Hier
entweder links zur Forstermühle, am Zaun entlang und
hinter ihr auf dem Weg, z. T. Pfad, eben taleinwärts
oder mit [16] rechts, dann auf der Forststraße am
Waldrand links, bald ansteigend. Auf halber Höhe links
auf den Rauschenbergersteig. An dessen Ende liegt nahe
der Ruhebank im Tal an der Schambach die Brünndlkapelle.
Durch den Ort zur Kirche. – Rückweg: Zur Ruhebank
zurück (ab dem Gasthaus auch auf einem Wiesenweg
möglich). Ab hier führt [5]: Auf dem Forstweg allmählich
aufwärts (fast 2 km), oben auf dem querenden Weg rechts,
nach gut 1 km (kurz nach einer Lichtung) links, erst
eben, dann abwärts zur Straße und rechts zurück nach
Gungolding.

Die "Brünndlkapelle"
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Wissenswertes zum Weg

Kreuzweg von Gungolding |
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14 gemauerte Kreuzwegkapellen säumen den
Weg hinauf zur Pfarrkirche in Gungolding. Als 1746 die Gungoldinger
diesen Kreuzweg errichten wollten, lehnte „Seine Hochfürstliche
Gnaden“, der Fürstbischof, ihr Ansinnen zunächst ab, da er in seinem
Territorium „derlei neuerliche Andachten nicht gedulde(te)n“. Erst
1751 konnten die Stationen dann im zweiten Anlauf erbaut werden.
Die heutigen „Untertanen“ nehmen „Seiner Hochfürstlichen Gnaden“ das
aber nicht mehr übel. Im Gegenteil: In vielen Stunden ehrenamtlicher
Arbeit reinigten zahlreiche Helfer 2005 die Kapellen, besserten den
Putz aus, tünchten sie und ließen die gemalten Stationstafeln
renovieren. So erstrahlt der historische Kreuzweg wieder in frischem
Glanz und ist der ganz besondere Stolz der Ortsbewohner.
Ganz besonders schön und
abwechslungsreich ist hier zwischen Gungolding und Schambach auch
die Natur: Am sanft ansteigenden Gleithang des Altmühltals breitet
sich die Wacholderheide aus, die bekannteste und im Altmühltal; den
gegenüber liegenden steilen Prallhang bedecken prächtige
Mischwälder, und von hoher Felsenwand grüßt die Burg Arnsberg.
Lebhaft mäandriert die Schambach in ihrem kleinen Tal der trägen
Altmühl zu, eingesäumt von Feucht- und Nasswiesen, Erlenwäldchen und
-sümpfen, kleinen Mooren und Quelltümpeln. Wer den Pfad von der
Forstermühle taleinwärts wählt, kommt diesen seltenen Biotopen ganz
nah. Aber auch vom romantischen Rauschenbergersteig, der auf dem
steilen Hang darüber taleinwärts führt, bietet sich jetzt im
Frühjahr ein eindrucksvoller Tiefblick.
Zwei bedeutsame Kirchen sind Ausgangs-
bzw. Zielpunkt unserer Wanderung: die hoch gelegene, weithin
sichtbare Gungoldinger Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und die Pfarr-
und Wallfahrtskirche Hl. Kreuz in Schambach in idyllischer Tallage.
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Nach einer Legende säuberte
einst eine in der Lohmühle im Arnsberger Schambachtal
beschäftigte Magd ihr Melkgeschirr in einer nahen
Quelle. Dabei sah sie im klaren Wasser ein kleines Kreuz
blinken. Ihre eigenen Bemühungen und die des eilig
herbeigerufenen Pfarrers, es zu bergen, waren
vergeblich. Erst im Rahmen einer feierlichen Prozession
der Gemeinde gelang es, den „Schatz“ zu heben. 1724
wurde am Fundort am Ortsrand eine Kapelle errichtet.
Schon im 11. Jahrhundert, unter Bischof
Gundekar (1057-75), stand in Schambach eine Kirche. Die heutige, vor
allem in der Fastenzeit viel besuchte Wallfahrtskirche,
wurde 1755/57 nach Plänen von Domenico Barbieri erbaut.
Verehrt wird hier
ein Partikel des Kreuzes Christi in einem kostbaren kreuzförmigen
Reliquiar. Auf dessen Rückseite ist ein romanisches Bronzekruzifix
aus dem 11./12. Jahrhundert befestigt, auf das wohl die Legende
Bezug nimmt. Auch das 1771 von Willibald Wunderer gemalte Altarblatt
des eleganten Rokoko-Hochaltares und die Deckenfresken (1755/56) von
Johann Michael Baader im Chorraum und Kirchenschiff thematisieren
das Leiden und Sterben Jesu und die Verehrung des hl. Kreuzes. Die
Wallfahrt scheint sich in größerem Umfang im 18. Jahrhundert
entwickelt zu haben.
Auch an der
Gungoldinger Kirche wirkten gute Eichstätter Künstler mit. Nach
Plänen von Gabriel de Gabrieli 1740 barock umgebaut, wurde sie u.a.
vom Stuckateur F.X. Horneis und vom Maler Joseph Dietrich.
ausgestaltet. Dabei wurden im neuen Hochaltar spätgotische Figuren
wieder verwendet – heute ein besonderer Schatz des Gotteshauses. |
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