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Für Wasserratten und Naturfreaks
Wissenswertes zum Weg
Zur „Blutrinne“ weist ein Wegweiser am Ostufer des Hahnenkammsees den Wanderer. Er führt zu einem 1½ m langen und 30 cm breiten Stein im tiefen Wald, in den eine Rinne geschlagen ist – Überrest eines keltischen Heiligtums. Vieles spricht dafür, dass auf diesem Stein einst Menschen geopfert wurden. Durch die Rinne lief das Blut der Geopferten in ein tiefes Loch. So erzählt es die Informationstafel neben der Rinne. Unwillkürlich schweifen an diesem schaurigen Ort die Gedanken Jahrhunderte weiter. Hier, ganz nah, wirkten später im nahen Heidenheim auch unsere Diözesanheiligen Walburga und Wunibald. Unter Einsatz all ihrer Kräfte verbreiteten sie hier das Christentum, befreiten die Menschen von heidnischen Göttern und Menschenopfern, führten sie zum Glauben und zur inneren Freiheit. Die äußeren Zeugnisse dieses christlichen Glaubens sind in der reizvollen Landschaft auch noch heute unübersehbar: Auf dem „Kapellbuck“ steht auf 585 m Höhe das Wahrzeichen Hechlingens, die Ruine der Katharinenkapelle aus dem15. Jahrhundert, damals Ziel zahlreicher Wallfahrer, seit der Reformation aber nur mehr selten besucht und deshalb letztlich dem Verfall preisgegeben. Heute ist sie gesichert und steht unter Denkmalschutz. Bei einer Grabung traten Fundamente und Mauerreste zutage, die darauf hindeuten, dass sich hier auch eine mittelalterliche Wohnanlage aus dem 13. Jahrhundert befand. Heute laden neben der Ruine, von der aus sich eine weite Aussicht auf das Ries und die Schwäbische Alb bietet, gemütliche Sitzgruppen zur besinnlichen Rast ein. Das Zentrum Hechlingens bildet die mächtige evangelische Pfarrkirche St. Ottilia und Lucia. 1868-72 wurde sie an der Stelle zweier Vorgängerkirchen erbaut. Bei der umfassenden Renovierung 1985-89 erhielt sie wieder eine hervorragende neugotische Ausstattung und Ausmalung, die man 1959 entfernt hatte. Die Kassettendecke, der mit Fialen gekrönte Schreinaltar, die Kanzel mit den Büsten der Evangelisten, ein Relief Christi als Weltenherrscher und Weltenrichter , ein großer Kronleuchter und andere neugotische Kunstwerke machen einen Besuch sehr lohnend. Zusammen mit den benachbarten alten historischen Gebäuden – heute Pfarrhaus, Gemeindehaus und Gemeindebücherei - bildet die Kirche auch ein sehenswertes Bauensemble. Am Wanderweg liegt eine der unscheinbareren „Steinernen Rinnen“ des Hahnenkammgebietes, nicht so lang und so hoch wie die bekannteren „Schwestern“ von Rohrbach und Wolfsbronn, aber nicht minder ein Kleinod der Natur. Erholung von der Wanderung bietet der Hahnenkammsee. Mit seiner idyllischen Lage im mühlenreichen Hochtal der Westlichen Rohrach ist der 1977 als erster fertig gestellte der Geheimtipp unter den neuen Fränkischen Seen. Ein flach abfallender Sandstrand, Liege- und Spielwiesen, eine Strandhaus mit allen notwendigen Einrichtungen; schattige Picknickplätze, ein Bootsverleih, der Rundweg, genügend Parkplätze und vor allem viel mehr Platz und Ruhe als an den anderen fränkischen Seen machen ihn vor allem für Familien zu einem erstrangigen Erholungs- und BadeseeWeitere Bilder Kulturwanderung |