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Nördlichster Gnadenort im Bistum
Wissenswertes zum Weg Vom Ort aus wirkt der etwa 560 m hohe Lichtenegger Burgberg nur wie Hügel. Gerade 20 m erhebt er sich über seine Umgebung. Wer aber oben steht, genießt einen beeindruckenden Rundblick. Über 100 km weit schweift bei günstigem Wetter der Blick: zu den Kuppen der umliegenden Oberpfälzer und Fränkischen Alb, zum Oberpfälzer Wald, ja bis hinein nach Tschechien, zu den Gipfeln des Fichtelgebirges und zum Bayerischen Wald.
Schon im 13. Jahrhundert stand hier oben eine Burg. Nachdem sie zwischen 1424 und 1430, vermutlich im Zusammenhang mit den Hussittenkriegen, zerstört worden war, erbaute man sie 1562 neu. 3 Stockwerke ragte ihr eindrucksvoller Palas empor. 1574 fiel sie einem Brand zum Opfer und verfiel dann nach und nach zur Ruine. 1998 gründeten engagierte Bürger der Gemeinde Birgland, der die Ruine heute gehört, einen Förderverein zur Rettung und Sanierung. Eigenmittel des Vereins, Zuschüsse mehrerer Geldgeber, aber auch eigenes Zupacken in weit über 3000 Arbeitsstunden ermöglichten es, die umfangreichen Mauerreste freizulegen, zu festigen und zu sanieren, so dass die einstigen Ausmaße und der Grundriss der Burg wieder deutlich wurden. Der völlig zugewachsene Burgberg wurde ausgelichtet und kann sich so allmählich wieder zur Wacholderheide zurückentwickeln. Vor allem aber wurde der phantastischen 360°-Rundblick wieder frei, der die Ruine zu einem erstrangigen Wander- und Ausflugsziel macht. Reizvoll auf unserer Wanderung ist der Gegensatz zwischen der wasserarmen Jurahochfläche und den wasserreichen, tief eingeschnittenen Tälern, wie dem unter Naturschutz stehenden „Schottenloch“ mit seiner seltenen Flora. Das Wasser der zahlreichen Bäche war einst Antriebskraft für zahlreiche Mühlen, an denen man heute vorbeikommt. Claramühle, Regelmühle, Kirchthalmühle, Haubmühle, Rosenmühle und andere reihen sich im Tal des Alfelder Baches und kleinerer Seitentäler aneinander wie Perlen an einer Schnur. Einst waren sie wichtige Wirtschaftsbetriebe, heute träumen ihre noch als Bauernhofe oder Wohnhäuser genutzten oder auch verfallenden romantischen Fachwerkbauten vor sich hin, als warteten sie auf bessere Zeiten. Auf der Hochfläche wandern wir auch durch Fürnried und Heldmannsberg. Aus dem Gesprenge des Altars der Fürnrieder Simultankirche grüßt ihr Kirchenpatron, der hl. Willibald, und erinnert mitten in der Diaspora daran, dass wir uns auch so weit nördlich von Eichstätt noch auf dem Gebiet „seines“ Bistums befinden. In der Flur um Heldmannsberg sind die zahlreichen gepflegten Feldkreuze und Marterl am Weg ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier die Einwohner überwiegend katholisch sind. In der Reformation wechselten die Heldmannsberger zwar zum evangelischen Glauben, 1628 in der Gegenreformation unter Kurfürst Maximilian jedoch mehrheitlich wieder zurück zum katholischen Bekenntnis. 1673-79 erbauten sie die barocke Kirche Maria Himmelfahrt, 1784 wurde die Pfarrei errichtet. Bald danach, wahrscheinlich zum Patrozinium 1688, wurde die Wallfahrt eingeführt, die fast ununterbrochen andauert. Heute liegen auf dem ausgedehnten Gebiet der Pfarrei mit1650 Katholiken sieben evangelische Pfarreien mit rund 9500 Mitgliedern.
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