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Auf dem "Naturlehrpfad Obereichstätt" die Schönheiten
Wissenswertes zum Weg
Die Landschaft um Obereichstätt ist einzigartig. Der lang gezogene Ort wirkt wie hingeduckt an den felsenreichen Steilhang des ehemaligen Urdonautales, welches heute die für das weite Tal viel zu kleine, friedliche Altmühl benutzt. Die Verwitterung hat die dolomitisierten Schwammkalke des einstigen Jurameeres von etwa 30 m Mächtigkeit riffartig aus dem Hang herausgearbeitet. Nischen und Höhlen an den Felstürmen bieten Brutplätze für Dohle, Turmfalke, Haurotschwanz und sogar den sehr selten gewordenen Uhu. Die Trockenrasen zählen mit der Vielfalt ihrer Pflanzen zu den artenreichsten Biotopen der Altmühlalb. Jetzt im Frühling sind sie bedeckt von zahlreichen violetten Blütenglocken der Küchenschelle. Später im Jahr geben sich hier zahlreiche Insekten, vor allem eine Vielfalt von Schmetterlingen, ein buntes Stelldichein. Einst befand sich in Obereichstätt das Hüttenwerk der Eichstätter Fürstbischöfe, in dem die Erze geschmolzen und weiter verarbeitet wurden, die man in unterirdischen Stollen auf der Jurahochfläche abbaute oder als „Bohnerze“ auf den Feldern fand. Anfangs goss man daraus vor allem Gebrauchgüter wie Kessel, Töpfe und Ofenplatten. Später erlebte der Kunstguss eine Blüte. Es entstanden Kreuzigungsgruppen, Heiligenfiguren, Büsten, Tierköpfe und vor allem reich verzierte gusseiserne Öfen und Ofenplatten mit Motiven aus Jagd und Bauernarbeit, mit Blumen und Heiligen. Das zur Kühlung und als Antriebskraft notwendige Wasser lieferte der im Werksgelände entspringende „Hüttenbach“, eine ergiebige Karstquelle. Heute findet die Obereichstätter Eisentradition eine Fortsetzung in den monumentalen Eisenskulpturen des Bildhauers Alf Lechner, die auf dem ehemaligen Werksgelände und in dessen Umkreis aufgestellt sind. Die ganze Vielfalt der Landschaft um Obereichstätt erschließt der landschaftlich sehr abwechslungs- und aussichtsreiche „Naturlehrpfad Obereichstätt“. Am Weg informieren 14 hervorragend gestaltete Tafeln über die geologischen Besonderheiten, die Flora und Fauna der Halbrocken- und Trockenrasen, Wälder und Hecken, aber auch über den Broterwerb der Menschen einst und heute: die Arbeit im Hüttenwerk und den Abbau der Plattenkalke und des Juramarmors. „Highlight“ am Weg ist das Fossilienmuseum Berger im Harthof.
Wertvollstes Kunstwerk im Gotteshaus ist das ausdrucksvolle Monumentalkreuz, das ein unbekannter Meister um 1500 für das nahe Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf schuf. Kunstkenner bezeichnen es als Kunstwerk von europäischem Rang und zählen es zu den besten seiner Art überhaupt. Nach der Säkularisation kaufte es die Gemeinde um 14 Gulden. So viel verdiente damals etwa ein Maurer.
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