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Auf uralten Wallfahrtswegen
Wissenswertes zum Weg Schon immer gab es Orte, welche die Menschen ganz besonders anzogen. Dazu gehören auch auffallende Berge. Ein solcher ist in unserem Bistum sicher der 571 m hohe Petersberg im Oberpfälzer Jura, eigentlich nur ein größerer, teilweise freilich steiler Hügel, der seine Umgebung kaum einmal 70 m überragt. Da er aber von allen Seiten weithin sichtbar ist, ist er mit dem spitzen Kichturm zu einem Wahrzeichen der Gegend geworden. Von alters heißt der bis heute kleine Ort um die Kirche „Waldkirchen“, ein Name, der auf die ursprüngliche Lage im Wald hindeutet. Heimatforscher sehen Anzeichen dafür, dass das erste Gotteshaus schon im 8. Jahrhundert erbaut wurde und wahrscheinlich an der Stelle einer germanischen Kultstätte steht. Die 775 gegründete Pfarrei, die von Anfang an die Apostelfürsten Petrus und Paulus als Patrone hatte, gehört zu den Urpfarreien im Bistum. Schon um 1000 stand hier eine Steinkirche, die bald zum Ziel von Bittgängen aus den Orten der Umgebung wurde und sich zur Wallfahrtsstätte entwickelte. Dadurch trat sie immer stärker ins Bewusstsein der Menschen, und bald setzte sich synonym für Waldkirchen der Name „Petersberg“ durch.
Die alten Wallfahrtswege aber sind weitgehend der Flurbereinigung zum Opfer gefallen. Lediglich der steile Riedhofer, der Staufersbucher und Ittelhofener Weg mit seiner Lindenallee und dem Bildstock der „Weißen Marter“ aus dem 18. Jahrhundert verlaufen noch auf den alten Trassen. Wohl in Anspielung auf die früheren Wallfahrten wurde 2004 der Lehrpfad „Naturwallfahrt rund um den Petersberg“ geschaffen. Er führt durch das „Arten- und Biotopschutzprojekt Wissinger Laber“ und informiert über die vielfältigen Biotope, angefangen vom Jurakegel des Petersbergs bis zur Wissinger Laber, aber auch über die Kulturgeschichte der Gegend. Die Entwicklung der Landschaftsformen, die vielfältige Flora und Fauna am Weg und im reizvollen Tal entlang der Laber sowie heute erforderliche Maßnahmen der Landschaftspflege sind ebenso Inhalt der gut gestalteten Schautafeln wie das frühere Leben der Menschen, die Geschichte der Wallfahrt und die alten Wallfahrtswege, von denen der alte Ittelhofener mit in die Route einbezogen ist. Die Bezeichnung „Naturwallfahrt“ für den Rundgang will den Wanderer anregen, in der Natur die Spuren des Schöpfers zu erkennen und das eigene Verhalten gegenüber der Schöpfung zu überdenken.
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