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Komm in den Wildrosengarten
Wissenswertes zum Weg Über 25 Wildrosenarten gedeihen an den sonnigen Jurahängen der Oberpfälzer Labertäler, verborgene botanische Schätze. Sie sind unumstritten die „Königinnen“ unserer Gebüsche: die Hundsrose in ihren verschiedenen Arten, die Vogesenrose, die Buschrose, Weinrose, Filzrose und wie sie alle heißen. Durch ihren Wuchs, die Stacheln, Blätter und Blüten und – im Herbst – durch ihre Früchte, die Hagebutten, unterscheiden sie sich. Oft kann sie nur der Fachmann genau bestimmen. Die Bezeichnungen „Heckenrose“ und „Hagebutte“ weisen noch heute darauf hin, dass sie immer Bestandteile von Hecken waren. Für viele Insekten – Wildbienen, Hummeln, Honigbienen, Gold- und Rosenkäfer - aber auch für Vögel und Kleinsäuger sind Hecken eine wichtige Nahrungsquelle. Aber ihre vitaminreichen Früchte, vor allem die Hagebutten, bereicherten in den Wintermonaten auch den kargen Speisezettel unserer Vorfahren
Einige heimische Wildrosenarten sind heute schon sehr gefährdet und selten geworden. In Breitenbrunn wurde deshalb im Rahmen der Umsetzung des Arten- und Biotopschutzprogramms ein „Wildrosengarten“ angelegt, in dem man möglichst viele heimische Wildrosen angesiedelt hat. Standort ist ein Felssporn über dem abgelegenen Bachhaupter Tal, das schon immer besonders vielen seltenen Pflanzen und Wildsträuchern eine Heimat bot. In diesem Naturareal kann der Wanderer die Wildrosen quasi „persönlich“ kennenlernen und viel über sie erfahren, lernt aber auch viel über das botanische „Umfeld“: über andere Heckengehölze, das „Getümmel“ im Reisighaufen, über Wildobst wie Holzapfel, Holzbirne und Vogelkirsche, über die Artenvielfalt der Brombeeren, über die Pflanzenwelt der Trockenrasen und ihre „Pflege“ durch die Schäferei. Eine Tast- und Geruchsecke ermöglicht es, die Pflanzen zusätzlich per Hand und Nase zu „erfahren“, und den Kindern bieten Klettersteine, Steinhaufen und Wurzelstöcke ein ungewohntes Spielvergnügen. Um das Thema „Rose“ inhaltlich noch vielfältiger zu präsentieren, hat der Breitenbrunner Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Franz Kraus schon den nächsten Schritt konzipiert. Wenn die Bürger mitziehen, werden in den Anlagen und Vorgärten am künftigen „Rosenweg“ bald auch vielfältige andere Rosen blühen, und der Rosenfreund wird unterschiedlichste Informationen erhalten zur Königin der Blumen Der Weg durch das Ehtal zum Wildrosengarten ist schon für sich allein ist ein Erlebnis, dann aber vor allem der traumhafte Blick ins Bachhaupter Tal und auf die Bachhaupt–Mühle und der Rückweg durch das felsen- und wasserreiche Tal der Bachhaupter Laber. Kulturelles Kleinod am Weg ist die Kirche St. Sebastian auf dem Felssporn an der Vereinigung der beiden Täler, um 1400 erbaut, kurz nach 1700 erweitert und dann barock ausgestattet. Der heutige Hochaltar mit dem Gemälde des Kirchenpatrons wurde aus Lutzmannstein im Truppenübungsplatz Hohenfels hierher gebracht. Wertvolle Votivkerzen zeugen von der früheren Bedeutung als Wallfahrtsort. Auch heute noch suchen und finden hier oben Menschen Trost und Hilfe. Labung für den Leib ist ihnen wie den Pilgern früherer Zeiten das erfrischende Wasser der Quellen, die am Fuß des Felsens entspringen |