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Ehre dem tapferen Feldhauptmann
Auf den Spuren des edlen Ritters Schweppermann mit
dem Fahrrad von Neumarkt nach Amberg

Scheppermannsburg und Karner in Pfaffenhofen
Informationen 1
Beginn des Radwegs am P
an der Freystädter Straße. Der eigentliche Schweppermann
– Radweg zweigt kurz vor Unter-/Oberölsbach vom Kanalweg
ab.
Rückkehr mit der Bahn von
Amberg über Nürnberg nach Neumarkt im
Stundentakt, z. B. Amberg ab 16.26, Nürnberg an 17.21,
Nürnberg ab 17.47, Neumarkt an 18.23. Letzte Verbindung:
Amberg ab 22.21 (ohne Gewähr). Günstigste Fahrpreise
(je nach Personenzahl) mit dem „Bayernticket“ oder dem
„Tagesticket Plus“ des VGN. |
Informationen 2
Weglänge: Gesamtstrecke:
51 km. Etappen: Neumarkt – Oberölsbach: 12 km;
Oberölsbach – Lauterhofen: 14 km; Lauterhofen – Kastl: 7
km; Kastl - Ursensollen: 9 km; Ursensollen – Amberg: 9
km.
Wegbeschaffenheit: Sehr
unterschiedlich, von (kürzeren) grob geschotterten
Feldwegen bis zu asphaltierten Wegen. Ebene Strecken,
Steigungen und Gefällstrecken wechseln sich günstig ab.
Markierung: Wegen der nur
kleinen hellgrünen Schrift auf weißem Hintergrund oft
nur schwer zu erkennen, teilweise beschädigt, insgesamt
aber ausreichend. Wo mehrere Radwege auf der gleichen
Strecke verlaufen, genau hinschauen! Achtung: Bei der
Straßengabelung im Haintal, gut 2 km nach Kastl, geht es
rechts ab (Markierung fehlt).
Höhenangaben: Ludwigskanal
420 m, Oberried 540 m, höchste Stelle nach dem
Bräunertshof 596 m, Lauterhofen 470 m, Kastl 430 m,
Ursensollen 530 m, Amberg 370 m.
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Höhepunkte entlang des Weges sind die "Klosterburg" Kastl (o.),
der Markt Lauterhofen (u.l.) und die Schweppermannsburg über
Pfaffenhofen (u.r.).

Kirche und Rathaus Lauterhofen |

Scheppermannsburg
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Wissenswertes zum Weg
Seyfried Schweppermann feiert heutzutage fröhliche Urständ: Als
Namensgeber gleich zweier Radwege - des „Schweppermann-Radweges“
von Neumarkt nach Schwarzenfeld an der Naab und der „Schweppermann-Tour“
bei Mühldorf am Inn, als Titelheld des
Schweppermann-Historienspiels der Gemeinde Kastl, als Brunnenfigur
in Weißenburg. Wer ist dieser Mann, der die Menschen auch noch heute
so interessiert?
Die Sage erzählt: In der Schlacht bei Ampfing nahe Mühldorf 1322
führte Schweppermann als Feldhauptmann ein „Weißenburger Fähnlein“
an. Dabei tat er sich durch besondere Tapferkeit hervor und verhalf
dem Bayernherzog Ludwig zum Sieg. Bei der Siegesfeier bekam wegen
der Knappheit an Nahrungsmitteln jeder Krieger nur ein Ei,
Schweppermann jedoch wurde für seine Tapferkeit mit einem zweiten
belohnt: „Jedem ein Ey, dem frommen Schweppermann zwey“ soll der
Herzog gesagt haben.
Forscht man nach der geschichtlichen Wirklichkeit, sieht es freilich
dürftiger aus. Gesichert ist Schweppermanns Teilnahme an der
Schlacht bei Gammelsdorf 1313, in welcher der Herzog Ludwig IV.
einen entscheidenden Sieg über Herzog Friedrich den Schönen von
Österreich errang – Vorraussetzung dafür, dass Ludwig 1314 deutscher
König und später Kaiser wurde. Schweppermanns Teilnahme an der
Schlacht bei Ampfing jedoch ist ebenso wenig bewiesen wie die
Geschichte mit den zwei Eiern. Sicher ist aber, dass er Ritter im
Dienst des bayerischen Herzogs und durch besondere Tapferkeit
bekannt war. Er starb 1337 und wurde in Kastl begraben. Die
Stammburg der Familie lag auf dem Dietrichstein bei Hillohe, 3 km
südlich von Lauterhofen. Von sind nur mehr Spuren erhalten.

Schweppermann-Sarkophag
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Die Punkte, die im Bereich unseres
Bistums an den Feldherrn erinnern, werden von der 50 km
langen (Teil)strecke des „Schweppermann – Radwegs“ von
Neumarkt nach Amberg erschlossen: die romantisch über dem
Ort Pfaffenhofen an der Lauterach gelegen Ruine der „Schweppermanns-burg“
aus dem 11. Jahrhundert und der Sarkophag mit den
sterblichen Überresten Schweppermanns in der Kirche der
„Klosterburg“ in Kastl. Sie ist mit ihren zahlreichen
Kunstschätzen sicher der künstlerische Höhepunkt an der
Wegstrecke, an der aber auch zahlreiche andere große und
kleine Kostbarkeiten der Besichtigung harren: In Neumarkt,
in Gnadenberg mit seiner Klosterruine (zu der man allerdings
einen kleinen Abstecher in Kauf nehmen muss), in Lauterhofen
und Ursensollen. Endpunkt unserer Tagestour ist Amberg, das
allein eine Reise wert wäre.
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Inschrift auf dem Schweppermann-Sarkophag
Die Route ist anspruchsvoll, und man sollte sich von vorneherein
darauf einstellen, dass man ab und zu absteigen und das Rad ein
kurzes Stück schieben muss. Aber die großartige, abwechslungsreiche
Landschaft am Weg lohnt die Mühen. Man radelt ein Stück am
Ludwigskanal entlang, gelangt durch das anmutige das Tal des
Sindelbachs allmählich ein erstes Mal auf die Jurahochfläche, fährt
ab Lauterhofen durch das mühlenreiche Lauterachtal bis Kastl, von wo
der Weg durch das einsame Haintal und auf einem Stück der ehemaligen
Bahntrasse – u. a. auch über ein eindrucksvolles Viadukt von 18 m
Höhe – zum hoch gelegenen Ursensollen und – bei weiten Ausblicken -
schließlich hinunter nach Amberg führt, wo die erlebnisreiche Tour
ihr Ende findet.
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