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Durch die Kuppenalb des Jura
Wissenswertes Ein weiter Rundblick auf die Landschaft des Oberpfälzer Jura belohnt den Wanderer, der den 621 m hohen Burgberg von Velburg besteigt. Geprägt ist sie von zahlreichen Bergkuppen, die ihr den Namen „Kuppenalb“ eingebracht haben. Fast alle erheben sie sich 100 m und mehr über die Umgebung. Sperlasberg, Läufelberg, Hauenstein, Schlossberg, Eichelberg, Habsberg, Hohlsteinberg, und Hohllochberg heißen sie hier um Velburg. Manche sind bekrönt von Burgruinen - der Ruine Velburg, der Adelburg, der Helfenburg - oder von Kirchen wie der Herz-Jesu-Kirche und der Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ auf dem Habsberg. Der besonders weite Rundblick von der Ruine auf dem Burgberg ist fast 1500 Velburgern zu verdanken. In den 80er Jahren haben sie mit über 7000 Arbeitsstunden entscheidend dazu beigetragen, ihre Burgruine zu retten - ein Stück der Burgmauer mit dem Burgtor und vor allem den Bergfried, der über eine Treppe bestiegen werden kann. Unter dem Schutz der Grafen von Velburg. welche die Burg im 12. Jahrhundert errichteten, entstand das neue Velburg und entwickelte sich vom Markt zur Stadt. Freilich musste diese in den folgenden Jahrhunderten viele Schicksalsschläge erleiden. Viermal brannte sie nahezu vollständig nieder, fünfmal wütete die Pest in ihrem Mauern. Im Gegensatz zum Großteil der heutigen Oberpfalz wechselten die Velburger „nur“ zweimal die Konfession. 1618 führte der Landesherr endgültig wieder die katholische Konfession ein. Von der mittelalterlichen Befestigung mit 13 Türmen und 3 Toren haben ein Teil der Wehrmauer, der „Kapsenturm“ und das Nordtor alle Zerstörungen überstanden. Der weite Stadtplatz ist gesäumt von stattlichen Bürgerhäusern mit spitzen Giebeln, Erkern und Türmchen; das Rathaus mit seinen repräsentativen Giebeln im Mittelpunkt der Stadt trennt den Stadtplatz vom Hinteren Markt. Besonders sehenswert sind die Velburger Kirchen, die Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer zu Füßen des Burgberges mit barocker Ausstattung und die Friedhofskirche St. Anna mit drei spätgotischen Altären. Die nur zwei Kilometer entfernte Kirche St. Wolfgang, erbaut 1467, einst als viel besuchter Wallfahrtsort auch „oberpfälzisches Altötting“ genannt, birgt mit ebenfalls drei gotischen Flügelaltären ganz besondere Kleinodien. Auf dem Herz-Jesu-Berg thront die gleichnamige Kirche, erbaut 1791/92, ein gutes Beispiel des seltenen, damals modernen klassizistischen Baustils. Aber was wäre Velburg aber ohne seine Höhlen! Am Hang über St. Wolfgang liegt das Hohlloch, eine große, domähnliche, nach Süden geöffnete Halle. Die 186 m lange König-Otto-Tropfsteinhöhle mit bis zu 70 m hohen „Hallen“ ist eine der schönsten des Jura. Entdeckt wurde sie1895 und bald nach dem bayerischen König Otto benannt. Der „Erlhain“, ein faszinierender Säulenwald, die „Reisfelder“, kleine, durch Sinterzäune getrennte Wasserbecken und die erst 1972 entdeckte märchenhafte „Adventhalle“ mit ihrer einzigartigen Farbenpracht sind Höhepunkte des Rundgangs durch die Höhle.
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