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Immer dem Hirtenstab nach
Informationen Manche Orte am Wallfahrerweg sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur selten bzw. nur umständlich erreichbar, an Wochenenden oft überhaupt nicht. Bei Benutzung des Autos zur Anreise empfiehlt es sich, vor Beginn der Wanderung am Endpunkt der Tagesetappe jeweils ein Fahrrad oder (bei Gruppenwanderungen) ein zweites Auto abzustellen.
Vorschlag für die Wegstrecke Eichstätt – Wemding (3 Tage) mit Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel (Fahrplan Sommer 2006) 1. Tag: Eichstätt – Wellheim – (Kirchenruine Spindeltal), ca. 15 bzw. 19 km. Von der Kirchenruine zu Fuß talauswärts zur Bushaltestelle Konstein/Bahnhof (ca. 2 km), von dort Rückfahrt mit der Buslinie 9231 der RBA, Abfahrt 17.46 Uhr. Ankunft in Eichstätt 18.16 Uhr. – Rückfahrt auch ab Wellheim/Bahnhof möglich (Abfahrt 17.40 Uhr). 2. Tag: (Wellheim) – Kirchenruine Spindeltal – Monheim – ca. 20 bzw. 16 km. Hinfahrt nach Konstein bzw. Wellheim mit RBA 9231. Abfahrt in Eichstätt/Stadtbahnhof 6.55 Uhr, Ankunft um 7.22 bzw.7.32 Uhr. Rückfahrt von Monheim: Mit Bus RB 830 nach Donauwörth, letzte Abfahrt 18.00 Uhr (Haltestelle Neuburger Straße), Ankunft in Donauwörth 18.25 Uhr. Dort weiter mit Bahn. 3. Tag: Monheim – Wemding, ca. 15 km. Hinfahrt: Mit der Bahn nach Donauwörth. Weiterfahrt mit dem Bus RB 830, Abfahrt in Donauwörth 10.25, Ankunft in Monheim an 10.45 Uhr. Rückfahrt: Abfahrt in Wemding/Mangoldstraße um 16.58 Uhr (Bus RB 720), Ankunft in Weilheim/Bahnhof 17.05. Weiter mit der Bahn: Weilheim ab 17.10, Treuchtlingen an 17.20, 17.34 ab. Ankunft in Eichstätt/Stadt 18.10 Uhr. Achtung: Die Busse verkehren nur Montag – Freitag. Für die Fahrplanangaben keine Gewähr.
Wissenswertes zum Weg
Auf diesem Weg gibt der Bischofsstab die Richtung an. Seit wenigen Tagen hängt er, auf grün-weiße Markierungsschilder gedruckt, an Bäumen und Zäunen, Metallpfosten und Schuppen. 130 km lang ist der durchgehend mit dem bischöflichen Hirtenstab gekennzeichnete neue „Wallfahrerweg“, von Breitenbrunn im Osten bis Wemding im Westen. Zusammen mit dem Altmühltal-Panoramaweg und Teilstrecken des Frankenweges und des Ostbayerischen Jakobsweges ist er der vierte Fernwanderweg im Südteil der Diözese. Trassiert, finanziert und markiert wurde er im Rahmen der „Qualitätsoffensive Wandern“ vom Naturpark Altmühltal. Einen wichtigen Beitrag haben bei der Auswahl und Markierung der Wegstrecken aber auch viele ehrenamtliche Helfer aus den anliegenden Gemeinden geleistet. Zahlreiche kleine Städte, Markflecken und mit historischen Ortsbildern und sehenswerten Bauwerken und idyllische Dörfer säumen diesen Weg. Er beginnt an der auf einem Felsen thronenden Wallfahrtskirche St. Sebastian am Eingang zum Bachhaupter Tal in Breitenbrunn und zieht sich, das Tal der weißen Laaber querend, über die Hochfläche nach Beilngries und von dort zum Kloster Plankstetten und weiter nach Greding. Auf der aussichtsreichen Hochfläche zwischen den Tälern der Schwarzach und Anlauter führt er dann hinunter nach Erlingshofen und Altdorf, ehe er durch die großen Waldungen „auf dem Berg“ Eichstätt erreicht. In Wellheim im Urdonautal streift er kurz das Nachbarbistum Augsburg, und strebt dann über Tagmersheim und Monheim dem Zielort Wemding zu.
Im Bistum besteht damit ein Pilgerweg, der bedeutende Kirchen, Klöster und Wallfahrtsstätten miteinander verbindet und in besonderer Weise einlädt, zu bedeutenden Stätten christlichen Glaubens in unserer Diözese aufzubrechen. Besonders zahlreich sind die Marienkirchen, die sich an ihm aneinanderreihen wie Perlen an einer Schnur. So feiern nicht weniger als vier Gotteshäuser am Weg - die Pfarrkirche in Breitenbrunn, die Klosterkirche in Plankstetten, die Filial- und Wallfahrtskirche in Buchenhüll und der Dom in der Bischofsstadt – ihr Patrozinium am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August; die Pfarrkirche in Erlingshofen und die Frauenbergkapelle in Eichstätt begehen es am 2. Juli, dem Fest Maria Heimsuchung. Erstere war schon seit dem Mittelalter Ziel marianischer Wallfahrten, letztere ist eine nicht nur von den „Domstädtern“ gern besuchte Gebetsstätte. Auch die „Ruinenkirche“ im Spindeltal, einst Zankapfel zwischen den Diözesen Eichstätt und Augsburg und deswegen vor über 200 Jahren zerstört, ist heute wieder eine beliebte und stimmungsvolle Marien-Wallfahrtsstätte. Die Galgenkapelle bei Tagmersheim, an der nach dem 30-jährigen Krieg Todesurteile vor allem an marodierenden Soldaten vollstreckt wurden, ziert ein Bild der Schmerzhaften Muttergottes. Maria Brünnlein in Wemding, Zielpunkt des Weges, ist der bedeutendste Wallfahrt im Bistum und die zweitgrößte Marienwallfahrt Bayerns.
„Bei einer längeren Wandertour gelingt es dem Wanderer nicht selten, Abstand von der Hektik des Alltag zu gewinnen und so neue Klarheit über sich und `Gott und die Welt´ zu finden“. So der Eichstätter Landrat Dr. Xaver Bittl bei der Eröffnung des Weges. Dabei spielt auch die Begegnung mit der Natur eine große Rolle. Entlang dem neuen Wallfahrerweg durch die Fränkische Alb präsentiert sie sich dem „Wanderpilger“ in einer großen Vielfalt. Auf weiten Strecken umgibt ihn die Einsamkeit und Stille der ausgedehnten Wälder auf der Hochfläche des Jura: Im großen Waldgebiet zwischen dem Anlauter- und Altmühltal, im Schweinspark und Wittmeßwald zwischen Eichstätt und Konstein und in den weiten Wäldern der Monheimer Alb. In Eichstätt quert er das von der Willlibaldsburg überragte Tal der Altmühl, bei Wellheim das hier kesselartig geweitete Urdonautal. Besonders schöne Strecken führen durch teils noch unberührte Täler: die Fluss- bzw. Bachtäler der Weißen und der Wissinger Laaber, der Sulz, der Schwarzach und der Anlauter sowie die Talniederungen der oberen Gailach und des Möhrenbaches, aber auch typische Trockentäler wie das Spindeltal. Immer wieder säumen wacholderbestandene Trockenhänge und – vor allem im Urdonautal - vielgestaltige Felsformationen die Talhänge. Die hervorragende Markierung ermöglicht es, den Weg in beiden Richtungen problemlos zu finden. Zusätzlich vermitteln an allen wichtigen Stationen Wandertafeln über Pilgerziele, Sehenswürdigkeiten und den Wegverlauf.
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